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Originalfoto: Absolut Vision, unsplash.com

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Fisego holt den Hessischen Gründerpreis

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v. l. n. r.: Dr. Ingo Wiedemeier (Vorsitzender des Vorstandes der Frankfurter Sparkasse), Fabian Goedert (Gründer Fisego Brandschutztechnik), Sophia Reiter (Gründerin Fisego Brandschutztechnik), Tarek Al-Wazir (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen) Foto: Hessischer Gründerpreis

„Was für ein Erlebnis“ – Fabian Goedert und Sophia Reiter wirken am Morgen danach noch immer leicht schockiert. Im positiven Sinne. „Natürlich sind wir von unser Idee überzeugt“, sagt Goedert und ergänzt: „Aber wie sehr unsere Erfindung auch andere überzeugt, haben wir bisher nur geahnt.“ Mit ihrem System BEBBS haben die beiden THM-Studierenden als Team Fisego am Mittwochabend in Frankfurt den Hessischen Gründerpreis in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ geholt. „Das gibt enormen Schub für die nächsten Schritte“, sagt Reiter.

Die Idee hinter BEBBS ist simpel, die Umsetzung schon etwas komplexer, doch funktionsfähige Prototypen, die die beiden auch bei der Gründerpreis-Fachmesse präsentierten, belegen die Alltagstauglichkeit: Reiter und Goedert haben ein System entwickelt, das Brände in elektronischen Geräten selbsttätig erkennt, die Gefahr via App, akustisch und auch visuell meldet und bei ausbleibendem Eingreifen den Brand löscht, bevor ein Feuerwehr-Einsatz nötig wird. Die Entwicklung konzentriert sich derzeit auf Mehrfachsteckdosen, BEBBS ist aber skalierbar und soll mittelfristig auch direkt in Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen eingebaut werden.

Beim THM-eigenen Wettbewerb Ideeco haben die beiden Butzbacher damit im Jahr 2020 den ersten Platz geholt, beim auf Hochschulen fokussierten Wettbewerb Hessen Ideen schafften sie es als Publikumsliebling auf Platz zwei. Mit dem Hessischen Gründerpreis haben sie jetzt die höchste Auszeichnung für Gründungswillige in Hessen erreicht. „Wir sind unglaublich stolz, dass wir diesen Preis an die Technische Hochschule Mittelhessen bringen konnten“, sagte am Mittwochabend Sophia Reiter auf der Bühne im Foyer der Frankfurter Sparkasse.

Die beiden Gründenden und ihr inzwischen vergrößertes Team standen im Wettbewerb mit weiteren 166 Ideen – laut Moderatorin Bibiana Barth ein Rekord. Im Finale behaupteten sie sich in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ – eine von vier – gegen zwei Teams aus Darmstadt. Im Tagesverlauf hatten sie sich und ihre Idee auf einer kleinen Messe einem Fachpublikum präsentiert, das seine Bewertungen zu allen Finalisten abgab. Ein offenes Online-Voting floss ebenso in die Entscheidung ein wie die Expertise der hochkarätig besetzten Jury.

„Die hessische Wirtschaft lebt davon, dass ständig neue Ideen kommen“, hatte bei der Eröffnung des Abends Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir als Schirmherr des Gründerpreises gesagt und dabei hervorgehoben: „Gründungen aus den Hochschulen sind etwas ganz Wichtiges. Und da stechen immer wieder die Technische Hochschule Mittelhessen und die Technische Universität Darmstadt heraus.“ Auch THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems wertete den Sieg der beiden Studierenden als Beleg, „dass die Infrastruktur für Gründende, die in den vergangenen Jahren an der THM neu strukturiert wurde, Früchte trägt“.

Er hob aber auch hervor: „Dieser Sieg ist die Leistung von Frau Reiter und Herrn Goedert. Wir haben nur unterstützt.“ Während Reiter auf der Frankfurter Bühne dem Publikum sagte: „An unserer Hochschule haben wir uns von jedem erdenklichen Bereich zu 120 Prozent unterstützt gefühlt. Das Netzwerk an der THM ist unglaublich.“ Ebenso wichtig seien aber Freunde, Familie und Unterstützer. Die sahen die Live-Übertragung der Preisverleihung zusammen mit THM-Präsident Willems aus einer Butzbacher Sporthalle. Und begrüßten dort am späten Abend die heimgekehrten Sieger.

Für Sophia Reiter und Fabian Goedert geht nach dem Wettbewerb, aus dem sie nach eigener Aussage viel Wissen und gute Kontakte mitgenommen haben, die Arbeit am Projekt weiter: Derzeit laufen verpflichtende und erweiterte Prüfverfahren. Die eigentliche Firmengründung soll Anfang 2022 erfolgen, bevor zum Jahresende die ersten Produkte im Handel verfügbar sein sollen. Die weiteren Aussichten dazu stehen laut Moderatorin Bibiana Barth Barth gut: 90 Prozent aller Sieger im Hessischen Gründerpreis seien noch heute am Markt tätig.

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